• Wien
    Das Naturhistorische Museum ist nicht nur aufgrund der stereotyp dargestellten Erdteilallegorien an der Fassade ein spannendes Thema für globale Verflechtungen…

    WIEN

    Auf der Suche nach globalen Verflechtungen

    Auf der Spur globaler Verflechtungen in Wien begegneten uns zwei Tage lang eine Vielzahl von denkwürdigen Objekten und Orten. An der Fassade des Naturhistorischen Museums, in Stephansdom und Jesuitenkirche beschäftigten wir uns kritisch mit der Darstellung des „exotischen Fremden“ aus europäischer Sicht. Im Weltmuseum führte uns die Kuratorin Claudia Augustat durch die Ausstellung „(Un)known Artists of the Amazon“ und wir beleuchteten beispielsweise Darstellungen von Portugiesen auf den sog. Beninbronzen. Bei einem Spaziergang durch Hietzing mit Petz Haselmayer (Kollektiv: Decolonizing in Vienna!) hinterfragten wir u.a. Schwenders „Neue Welt“, Forscher Carl von Hügel und den gescheiterten König von Mexiko, Ferdinand Maximilian I. Abgerundet wurde die Exkursion mit einer Analyse der Julius-Meinl-Haus-Fassade, mit Christopher Kolumbus und den Konsequenzen seiner „Amerika-Entdeckung“ sowie mit einem Besuch des Denkmals für Marcus Omofuma auf dem Platz der Menschenrechte.

    Text: Daniela Glantschnig
    Fotos: Nargiz Kaipova