Universitätsbibliothek Salzburg (UBS)
Die Universitätsbibliothek Salzburg ist als größte wissenschaftliche Bibliothek der Stadt und des Bundeslandes Salzburg eine professionelle Partnerin für Studium, Forschung und Lehre: Wissensplattform, Informationsdrehscheibe, Lernort mit Atmosphäre und repräsentativer Veranstaltungsort.
Zu den Aufgaben der Universitätsbibliothek zählen:
- die Beschaffung, Erschließung und Bereitstellung von bedarfsgerechten Literatur- und Informationsressourcen für Studium, Lehre und Forschung an der Paris Lodron Universität Salzburg sowie die interessierte Öffentlichkeit;
- die Unterstützung bei der wissenschaftlichen Informationsrecherche und die Vermittlung von Informationskompetenz;
- die Bereitstellung adäquater Lern- und Arbeitsplätze;
- die Führung des Universitätsarchivs als Gedächtnis der Universität, für die zukunftsorientierte Überlieferungsbildung;
- die digitale Zugänglichmachung von Archivalien, Bibliotheks- sowie universitären Sammlungen;
- die Unterstützung von Forschenden der Universität in den Bereichen Open-Access-Publizieren und Forschungsdatenmanagement;
- die Sammeltätigkeit in Bezug auf Salisburgensien – also im Bundesland Salzburg erscheinende Druckwerke oder solche, die einen inhaltlichen Salzburgbezug haben.
-
Leitung
-
Organigramm
-
Benützungs- und Gebührenordnung
-
Bestand und Sammlungstätigkeit
Allgemein
Die Sammlungstätigkeiten der UBS orientieren sich an der Nachfrage der Zielgruppen, insbesondere an den thematischen Schwerpunktsetzungen der PLUS in Forschung und Lehre mit dem Ziel der langfristigen Verfügbarkeit. Für die Auswahl von Medien sind nach Maßgabe des zur Verfügung stehenden Budgets ausschließlich bestandspolitische Ziele und objektive Kriterien ausschlaggebend. Übergeordnetes Ziel ist ein inhaltlich ausgewogener Bestand, der ein vielfältiges Meinungsspektrum widerspiegelt.
Veröffentlichungen der Paris Lodron Universität Salzburg
Zur Dokumentation der Entwicklung sowie der wissenschaftlichen Ergebnisse der PLUS sammelt die UBS ausdrücklich folgende Publikationen:
– Veröffentlichungen der PLUS und ihrer Angehörigen (Publikationen aus Forschung und Verwaltung der PLUS);
– Hochschulschriften der PLUS (Masterarbeiten, Dissertationen und Habilitationen von PLUS-Absolvent:innen);
– Veröffentlichungen mit klarem Bezug zur PLUS und UBS (Publikationen zur Geschichte der PLUS, etc.).
Salisburgensien
Als größte wissenschaftliche Bibliothek in Stadt und Land Salzburg erfüllt die UBS mit der systematischen Sammlung von Salisburgensien landesbibliothekarische Aufgaben. Sie übernimmt die physische Archivierung, die Dokumentation der Druck- und Verlagstätigkeiten im Bundesland Salzburg sowie die Erschließung und Bewahrung des Salzburger Dokumentenerbes für künftige Generationen. Die UBS ist damit Quelle für die landeskundliche/landeshistorische Forschung und trägt zum kulturellen Gedächtnis des Landes bei.
Unter Salisburgensien versteht man Publikationen (Bücher und andere Medien), die sich inhaltlich mit Stadt und Land Salzburg befassen, im Bundesland Salzburg erschienen bzw. gedruckt oder von Salzburger Autor:innen verfasst worden sind.
Die UBS erhält dem österreichischen Mediengesetz folgend die im Bundesland Salzburg erschienen Werke von den Verlagen unentgeltlich als Pflichtexemplare. Außerdem werden innerhalb dieses Sammlungsschwerpunkts auch aktiv Publikationen angekauft, die einen klaren inhaltlichen Bezug zum Raum Salzburg haben oder von Salzburger Autor:innen verfasst worden sind. Ein antiquarischer Ankauf historischer Werke wird verfolgt, sofern dies budgetär möglich ist.
-
Geschichte
Die Universitätsbibliothek Salzburg kann auf eine mehr als 400-jährige Geschichte zurückblicken. Ihre Geburtsstunde im Jahr 1619 fiel in die Zeit der Umwandlung des Gymnasiums zur Universität und wurde durch eine Stiftung des Salzburger Domkapitels in der Höhe von 500 Gulden ermöglicht.
Nach bescheidenen Anfängen gelang mit dem Ankauf der Bibliothek des Rechtsgelehrten Christoph Besold 1649 eine erste große Erweiterung der Bestände – ein sensationeller Coup, bei dem selbst der Vatikan und der Kurfürst von Bayern ausgestochen werden konnten.
Pracht und Prestige hielten Einzug, als Franz I. mit der ehemaligen Hofbibliothek der Salzburger Fürsterzbischöfe 1807 ein wahrhaft kaiserliches Geschenk übergab. Nach der Auflösung der Benediktineruniversität (1810) überdauerte die nunmehrige „Studienbibliothek“ auch die Zeit des Nationalsozialismus und bildete somit ein wichtiges Bindeglied bis zur Wiedergründung der Paris Lodron Universität Salzburg (1962).
Dem Anwachsen der Universität folgten Erweiterungen der Universitätsbibliothek: durch den unterirdischen Bücherspeicher im Hof des Studiengebäudes sowie durch zahlreiche Teilbibliotheken.
Als eine der ersten Universitätsbibliotheken Österreichs führte Salzburg 1984 ein elektronisches Bibliothekssystem ein. Seither wächst der Bestand „hybrid“ und umfasst heute als größter Wissensspeicher des Landes Salzburg mehr als 3,5 Millionen Medieneinheiten.