Didaktik der Biologie und Umweltbildung

Portrait Freya Steinacher

Freya Steinacher, MEd BEd Univ. BA
Senior Scientist, Leitung Schulbiologischer Lehrgarten

Büro: B-3.027 (3. Stock, NLW bzw. NAWI)
Hellbrunner Straße 34, 5020 Salzburg

Tel.: + 43 (0) 662 /8044-7320
E-Mail: freHYxfcz9ya.stqkIMvJteinaObwVSmhcher@pObwVSmhlus.a9_l5PF7c.atMvJt4i.


Logo Schulbiologischer Lehrgarten

Funktionen

  • Leitung Schulbiologischer Lehrgarten (ab 09/2024)
  • aktuelle universitäre Lehre: „Zentrale Themen im Biologieunterricht: Ethik und Ernährung im Zeitalter von Klimawandel und Artensterben“ , „Naturwissenschaftliche Arbeitsweisen im Unterricht von 10-14 Jährigen“ & „Lebende Organismen im BU-Unterricht und außerschulische Lernorte: Pflanzen und Schulgarten“
  • seit 2024: Jurymitglied für den Dr.-Hans-Riegel-Fachpreis für herausragende vorwissenschaftliche Arbeiten im Bereich Biologie

Forschung

„Welche Zukunft erwartet dich?“ – Zukunftsvisionen, Umweltängste und Betroffenheit von Jugendlichen in Zeiten des Klimawandels

Steinacher, F. , Huber, A.  & von Kotzebue, L.

ABSTRACT 
Klimaangst stellt eine wachsende Herausforderung für den naturwissenschaftlichen Unterricht dar, da sie beeinflusst, wie junge Menschen Umweltprobleme wahrnehmen und mit ihnen umgehen. Diese Studie untersucht, welche klimabezogenen Themen österreichische Schülerinnen im Jahr 2023 besonders beschäftigen, welche Ängste und Hoffnungen sie für die nächsten 20 Jahre haben und wie sich diese über die letzten 35 Jahre verändert haben. Eine Mixed-Methods-Befragung von 280 Schülerinnen kombiniert quantitative Messungen von Klimaangst, wahrgenommener persönlicher Betroffenheit und Umweltwissen mit offenen Fragen zu Ängsten, Wünschen und Zukunftsvorstellungen. Die Ergebnisse zeigen, dass Umweltzerstörung weiterhin die meistgenannte Sorge ist, während persönlich geprägte Ängste, insbesondere Biophobien, stark zugenommen haben. Eine höhere wahrgenommene Verwundbarkeit korreliert mit stärkerer Klimaangst, insbesondere bei Schülerinnen mit höherem Umweltwissen. Der Vergleich mit Studien aus den Jahren 1989 und 2011 zeigt eine anhaltende Präsenz ökologischer Sorgen, jedoch einen zunehmenden Pessimismus, insbesondere bei Mädchen. Zukunftsbilder werden immer negativer, wobei pessimistische Schülerinnen die Natur häufiger als geschädigt oder zerstört darstellen. Die Studie betont die Notwendigkeit, Klimaangst im naturwissenschaftlichen Unterricht gezielt aufzugreifen, um Resilienz zu fördern und Schüler*innen dabei zu unterstützen, Umweltprobleme konstruktiv zu verarbeiten. Durch die Verknüpfung klimabezogener Emotionen mit einer nachhaltigkeitsorientierten Bildung zeigt sie die Bedeutung einer Kombination aus wissenschaftlicher Aufklärung und psychologischer Unterstützung für einen reflektierten Umgang mit Zukunftsängsten auf.

Stichwörter: Klimaangst, Emotionen, Umweltbildung, Zukunftsorientierte naturwissenschaftliche Bildung



Publikationen

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