Lehrveranstaltungen
im Sommersemester 2025
Bachelorlehrveranstaltungen
VO Theorien der Erziehung und Bildung (STEOP) [ PLUSonline]
Was heißt Erziehung und Bildung?/ Grundlagen der Erziehungs- und Bildungstheorie (u.a.Platon, Ballauff, Benner/ Über das Problem von Theorie und Praxis (u.a. Herbart, Arendt) / Über den dialektischen Charakter von Erziehung und Bildung (u.a. Schleiermacher, Rousseau, Litt)/ Konditionierung oder Emanzipation als Erziehungs- und Bildungsziel? (Freire, Skinner) / Bildung und Gesellschaftskritik (u.a. Adorno, Mollenhauer, Heydorn) / Wer ist das Maß von Erziehung und Bildung? (u.a. Kant, d`Arcais, Noddings, Nussbaum) / Über die Zukunft von Erziehung und Bildung (u.a. OECD, Radtke)
LV-Leitung: Prof.in Dr.in Sabine Seichter
VO Historisch-systematische Aspekte der Pädagogik [ PLUSonline]
Diese Vorlesung wird einige grundlegende Aspekte des pädagogischen Denkens und erzieherischen Handelns behandeln, und sie tut das, indem sie diese jeweils in einem historischen Kontext veranschaulicht. Dabei beruht diese Vorlesung auf der methodologischen Prämisse, dass sich diese Aspekte genealogisch in einem langen geschichtlichen Prozess entwickelt und differenziert haben. Zu jedem der einzelnen Aspekte wird jeweils auch ein/e repräsentative/r Autor/in vorgestellt, die/ der den jeweiligen Aspekt in besonders konziser und innovativer Weise diskutiert und im pädagogischen Diskurs etabliert hat. Zu den hier zu erörternden Aspekten gehören v.a. jene der Kritikfähigkeit und Mündigkeit. Person, Identität, Generation, Geschlecht, Gesellschaft, Demokratie, Sprache.
LV-Leitung: Prof.in Dr.in Sabine Seichter
VU Reziproke Beziehungsweisen: Allgemeinpädagogische Grundlagen aus relationstheoretischer Perspektive [PLUSonline-Link folgt in Kürze]
In der Lehrveranstaltung werden pädagogische Beziehungen im Mittelpunkt stehen und danach gefragt, wie durch eine bestimmte Beziehungsweise gesellschaftliche Transformationsprozesse mitgestaltet werden können. Denn pädagogische Beziehungen sind in machtvolle Strukturen eingebunden. Sich der gesellschaftlichen Eingebundenheit bewusstwerdend, soll ein relationales Menschenbild für pädagogisches Denken und Handeln erarbeitet werden. Darauf aufbauend sollen Bedingungen und potentielle Gestaltungsmöglichkeiten von pädagogischer Praxis ausgelotet werden.Die Lehrveranstaltung wird im Sinne der dialektischen Vermittlung von Theorie und Praxis an einem herausfordernden, aber sicheren Raum des Miteinanders ausgerichtet. Dementsprechend zielen nicht nur die Inhalte, sondern auch der Modus auf Beziehungsweisen ab, in denen theoretische und methodische Kenntnisse und Fertigkeiten erworben bzw. vertieft werden können. Gleichzeitig wird eine kritische Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Traditionen und Zugängen in der Pädagogik.
LV-Leitung: Dr.in Theresa Lechner
PS Themen und Grundbegriffe von Erziehung und Bildung: Erziehung als „Sisyphosarbeit“? – Siegfried Bernfelds pädagogisches Hauptwerk [ PLUSonline]
In dieser Lehrveranstaltung werden wir gemeinsam Siegfried Bernfelds pädagogisches Hauptwerk »Sisyphos oder die Grenzen der Erziehung« (1925) lesen und mittels eines historisch-systematischen Zugangs erarbeiten. Durch eine bildungstheoretische Herangehensweise können im Laufe des Semesters Bernfelds pädagogische Überlegungen im historischen Kontext betrachtet und kritisch eingeordnet werden. Zur Vorbereitung auf die jeweilige Sitzung lesen wir die vorher festgelegten Abschnitte des Buches. Die im Vorfeld gelesenen Inhalte dienen uns als Grundlage für unsere gemeinsame Diskussion.
LV-Leitung: Claudia Schwertl, MA
PS Begleitlehrveranstaltung zur Bachelorarbeit [ PLUSonline]
Im Zuge der LV werden formale und inhaltliche Kriterien für die Erstellung einer Bachelorarbeit erarbeitet. Anhand eines noch zu wählenden erziehungswissenschaftlichen Themas werden in diesem Zusammenhang methodologische Zugänge erkundet und diskutiert.Innerhalb dieser LV werden ausschließlich Bachelorarbeiten begleitet und betreut, die sich im Bereich der »Allgemeinen Erziehungswissenschaft« verorten lassen; d.h. in denen zu bildungstheoretischen und -philosophischen Fragen, zu pädagogisch-anthropologischen Grundproblemen etc. in historisch-systematischer Forschungsperspektive gearbeitet wird.
LV-Leitung: Dr. Matthias Steffel
Masterlehrveranstaltungen
SE Macht und sexualisierte Gewalt (Schwerpunkt A) [ PLUSonline]
Auch wenn sich Formen von Macht und Gewalt im Allgemeinen sowie von sexualisierter Gewalt im Besonderen quasi wie ein roter Faden durch die gesamte Geschichte der (institutionalisierten) Erziehung ziehen, ist sowohl das fokussierte erziehungswissenschaftliche (Forschungs-)Interesse als auch die gesellschaftliche Sensibilität für sexuelle Gewalttaten gegenüber Kindern erst seit dem medialen Bekanntwerden sexueller Gewalttaten in (vor allem reformpädagogischen und kirchlichen) Muster- und Eliteeinrichtungen seit dem Jahr 2010 zu verzeichnen. Was bis dahin entweder verschwiegen oder mystifiziert worden war, wurde in den letzten Jahren mehr und mehr sichtbar gemacht und zur Sprache gebrachtAn ausgewählten historischen und aktuellen Beispielen (z.B. Reformpädagogik, 68er Bewegung, aktuelle Pädokriminalität und strafrechtliche Gewalttaten), soll gezeigt werden, wie Macht und sexuelle Gewalt in Räumen von Erziehung strukturell verankert sind, wie sie sich quasi als Konstanten durch die Geschichte der Erziehung ziehen und damit wirkmächtig werden. Anhand kasuistischer Analysen werden Struktur- und Handlungsdimensionen sichtbar, die Macht und Gewalt in institutionalisierter Erziehung bedingen und fördern und das Kind als ein zu verdinglichendes Objekt betrachten.Dieses immer wieder zur Sprache zu bringende Wissen bildet die elementare Grundvoraussetzung für eine andere Erziehung, welche das Kind vor Verdinglichungs- und Versächlichungstendenzen schützt, indem sie das Schweigen und Tabuisieren von sexualisierter Gewalt bricht und sich mit ihrer dunklen Vergangenheit und Gegenwart für eine dem Kindeswohl gerechte Zukunft aktiv einsetzt.
LV-Leitung: Prof.in Dr.in Sabine Seichter
SE Was heißt Fortschritt in Erziehung und Bildung? (Schwerpunkt A) [ PLUSonline]
Im Lichte anhaltender und sich weiter zuspitzender Krisenkonstellationen (Ökologie, Ökonomie, soziale Ungleichheiten, die Schwächung liberaler Demokratien, Genderungerechtigkeit, etc.), stellen sich Fragen danach, welche Utopien in diesen Zusammenhängen möglich und realistisch sind. Die Figur des »Fortschritts« begleitet pädagogisches Denken und Handeln seit ihren Anfängen in der Antike; und als die Pädagogik sich im Verlauf des 18. und 19. Jahrhunderts als eigenständige wissenschaftliche Disziplin herausbildete, stellten sich auch hier zunehmend Fragen nach ihrer Fortschrittlichkeit, nach geeigneten Zielen und wie sich diese verwirklichen lassen. Die Utopie von ›neuen Menschen‹, die sich pädagogisch irgendwie herstellen lassen, haftet der Pädagogik in unterschiedlichen Konstellationen (Reformpädagogik, sozialistische Pädagogik, etc.) seither an und wird auch heute unter (digital-)kulturellen, neoliberalistischen und auf Optimierung abzielenden technologischen Vorzeichen von Neuem herausgefordert.
Grund genug also, sich mit der Frage zu befassen, was Fortschritt in Erziehung und Bildung unter den gegebenen kulturell-gesellschaftlichen Bedingungen heute bedeuten kann. Das Seminar versteht sich als ein Raum des Denkens und will diesen Fragen in historisch-systematischer Perspektive auf den Grund gehen; auch um zu sehen, ob sich daraus vielleicht ein anderer Horizont für pädagogisches Denken und Handeln ergeben könnte — vielleicht auch als Möglichkeit zum Fortschritt.
LV-Leitung: Dr. Matthias Steffel
SE Begleitseminar I (Masterarbeit) [ PLUSonline]
Die Belgleitung und Beratung der Masterarbeit betrifft ausschließlich bildungstheoretische und bildungsphilosophische Forschungsarbeiten im Bereich der Allgemeinen Erziehungswissenschaft.
LV-Leitung: Prof.in Dr.in Sabine Seichter
SE Begleitseminar II (Masterarbeit) [ PLUSonline]
Die Belgleitung und Beratung der Masterarbeit betrifft ausschließlich bildungstheoretische und bildungsphilosophische Forschungsarbeiten im Bereich der Allgemeinen Erziehungswissenschaft.
LV-Leitung: Prof.in Dr.in Sabine Seichter
Alle Lehrveranstaltungen können auch als freie Wahlpflichtfächer belegt werden.
Doktoratslehrveranstaltungen
SE DissertantInnenseminar. Präsentation und Diskussion laufender Forschungsarbeiten (gesellschaft.macht.bildung) [ PLUSonline]
Das Dissertantenseminar möchte eine Plattform zur Diskussion des eigenen Arbeits- und Forschungsprozesses im Kontext der Dissertation bieten. Dabei steht der gemeinsame Austausch sowie die thematische Präsentation der Arbeiten im Vordergrund.Vor allem Arbeiten mit empirisch qualitativer oder bildungstheoretischer bzw. bildungsphilosophischer Ausrichtung sollen im Fokus stehen. Die Themen sollten sich entweder in Bereiche der Allgemeinen Erziehungswissenschaft oder der Sozialpädagogik einordnen lassen.
Das Seminar wendet sich v.a. auch an die fellows des DSP Kollegs macht.bildung.gesellschaft.
LV-Leitung: Prof.in Dr.in Sabine Seichter / Prof.in Dr.in Birgit Bütow